Arbeiter für Frieden und Hoffnung

25 Schwestern aus unserer Provinz Graz- Mitteleuropa versammelten sich vom 15. Juli - 19. Juli und befassten sich mit dem Thema: "Arbeiter für Frieden und Hoffnung". Sr. Katharina Laner, unsere Visitatorin, stimmte uns in dieses Thema ein. Nach dem festlichen  Eröffnungsgottesdienst begann unsere Versammlung.  Verschiedene Fragen beschäftigten uns:

  • Wozu lädt uns das Thema "Arbeiter für Frieden und Hoffnung" ein? 
  • Jesus Christus, er ist der Friede, was können wir von ihm lernen?
  • Wie können wir immer mehr zu Friedensstifterinnen werden?
  • Wo stehen wir HEUTE? Wie gehen wir in die Zukunft?

Diese Tage waren geprägt vom gemeinsamen Gebet, Überlegungen zum Thema. Was kann ich persönlich zum Frieden und Hoffnung beitragen? Was können wir als Gemeinschaft beitragen? z. B. Austausch untereinander, Mitschwesterlichkeit, Begegnungen fördern. 
Am 16. Sonntag im Jahreskreis dankten und lobten wir Gott für diese Tage des gemeinsamen Dialogs, für das gemeinsame Suchen und Fragen, das gemeinsame Gehen.  "Ich bin immer noch, immer noch auf dem Weg, und das Ziel ist eingeschrieben in mein Herz. Immer noch suchen, immer noch fragen, immer wieder einen Aufbruch wagen..."  so erklang es in einem Lied beim Abschlussgottesdienst. 

 

An diesem Sonntag hörten wir das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut. Dieses Gleichnis verdeutlicht unter anderem die Aufgabe der Kinder Gottes: Wir sind die Arbeiter auf dem Acker des Herrn – oder, um das Motto der Versammlung zu verwenden, wir sind die Arbeiter des Friedens und der Hoffnung in einer Welt, die diese so dringend braucht.

In diesem Gleichnis haben wir von einem Grundbesitzer gehört, der sein Feld mit gutem Samen besät. Während die Arbeiter jedoch schlafen, gelangt Unkraut unter den Weizen. Als die Arbeiter das Unkraut bemerken, wollen sie es sofort ausreißen, doch der Grundbesitzer warnt sie: „Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!“

Was können wir aus dieser Geschichte lernen? Zunächst einmal, dass Gottes Logik und Methode oft anders sind als unsere Logik und Methode. Es stimmt, dass wir die Arbeiter auf dem Acker des Herrn sind, dass wir die Werkzeuge des Friedens und der Hoffnung sind. Aber oft sind wir ungeduldig (Junge wie Alte gleichermaßen), wir wollen sofort Ergebnisse sehen, wir wollen vieles sofort ändern – in unserer Familie, in unserer Gemeinschaft, in der Kirche, in der Welt. Und wenden wir dabei eigentlich die richtige Methode an?

Der Gutsherrn lehrt uns jedoch, dass wir Geduld und Vertrauen brauchen. Das Gute braucht Zeit, um zu wachsen – nämlich Gottes Zeit. Unsere Aufgabe ist es, das Gute mit Liebe und Geduld zu pflegen, auch wenn das Böse am Werk ist und das Unkraut sichtbar ist.

Leider führt nicht alles, was wir tun, sofort zum Erfolg. Manchmal müssen wir einfach nur abwarten, während Gott das Unkraut und den guten Weizen gleichzeitig wachsen lässt. Das Wichtigste ist, dass wir unseren Teil tun und den Rest Gott anvertrauen.

Der Herr stärke uns, damit wir mit Mut, Liebe und Geduld an seinem Werk mitwirken. Mögen wir immer wieder die Kraft finden, Frieden und Hoffnung in unserer Gemeinschaft, in der Kirche und in der Welt zu pflegen, im Wissen, dass Gott die endgültige Ernte in seiner Hand hält. Er ist der Herr, aber unsere Arbeit ist für ihn sehr wertvoll. Möge uns also in jeder Situation, vor allem in schwierigen Momenten, das Vertrauen in Gott, die Treue, die Weisheit und die Beharrlichkeit im Guten begleiten! Amen.

Predigt - P. Szabolcs Barta
vom16. Sonntag im Jahreskreis (Mt 13,24-43) 
beim Abschlussgottesdienst am 19. Juli.

                                                                        schweigen - beten - hören
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                                                                                                                         beginnen - handeln - bauen